Warenkunde - Hölzer
Traditionell werden Bürsten- und Besenkörper aus Holz gefertigt. Der Beruf des "Hölzlemachers" entstand im frühen 19. Jahrhundert, vorher fertigten die Bürstenbinder ihre Hölzer selbst an. Das änderet sich, als die Nachfrage stieg. Es wurde allerdings außer auf die Qualität der Bürsten auch auf deren Schönheit geachtet. So entstanden z.B. Firmen, welche sich auf goldlackierte und -bemalte Bürstenhölzer spezialisierten. Es wurden allerlei Einlagen aus Gold, Perlmut, Elfenbein und anderen edlen Materialien gefertigt. Auf diese Art und Weise hat so mancher nette Spruch auf dem Besenholz den Menschen die Arbeit erleichtert.
Die
Löcher für den Handeinzug und das Einsetzen wurden konisch gebohrt.
Setzhölzer brauchten nicht-durchgehende Löcher. Die Bohrvorgänge
sind heutzutage immer noch die gleichen, außer, dass das Meiste maschinell
gefertigt wird. Die Feinbürstenhölzer, gelegentlich auch andere
Bürsten- und Besenhölzer erhalten heutzutage noch eine Oberflächenveredelung
in Form von Wachsen, Beizen, Lackieren und Polieren.
Wir achten bei unseren Produkten auf die Verwendung von heimischen und europäischen Hölzern. Als Holzkörper für Grobbürsten und Besen nimmt man in erster Linie das Holz der Rotbuche, seltener das hellere Weisbuchen- und Ahornholz. Edlere Hölzer wie Birnbaum, Kirsch oder gar Nussbaum finden eher in der Feinbürstenherstellung Verwendung. Unter Grob- und Haushaltsbürsten versteht man z.B. Schrubber, Scheuerbürsten, gröbere Besen und Fassbürsten. Als Feinbürsten werden beispielsweise Kleiderbürsten, Badebürsten, Nagelbürsten und Haarbürsten bezeichnet.
